Der Historiker und Chronist Richard Feller

Richard Feller wurde am 8. Dezember 1877 in Wattenwil im Kanton Bern geboren. Seine Eltern waren Johann Emil und Rosina Feller. Der Vater war von Beruf Lehrer.
Richard Feller studierte zuerst Geschichte an der Universität Bern, u. a. bei Gustav Tobler und Oskar Walzel. 1903 schloss er mit dem Sekundarlehrerpatent ab. Im selben Jahr promovierte Richard Feller. 1907 bestand er das Gymnasiallehrerexamen und 1910 wurde Richard Feller habilitiert. Anschließend war er als Sekundarlehrer in Aarberg und Bern tätig. Von 1921 bis 1948 war er ordentlicher Professor für Schweizergeschichte an der Universität Bern.

Folgende Schriften verfasste Richard Feller:
• Ritter Melchior Lussy von Unterwalden
• Die Schweiz und das Ausland im Spanischen Erbfolgekrieg
• Bündnisse und Söldnerdienste 1515–1798
• Der Staat Bern in der Reformation
• Die Universität Bern 1834–1934
• Die schweizerische Geschichtsschreibung im 19. Jahrhundert
• Berns Verfassungskämpfe 1846
• Geschichte Berns – in 4 Bänden

Die größte Arbeit, welche von Richard Feller veröffentlicht wurde, war sein Monumentalwerk „Die Geschichte Berns“, welches in 4 Bänden im Zeitraum von 1946 bis 1960 veröffentlicht wurde. Richard Feller war es nicht vergönnt, die Veröffentlichung des vierten und letzten Bandes noch mitzuerleben, er verstarb zwei Jahre zuvor, am 20. September 1958 in Bern.

Der letzte Band wurde von dem Staatsarchivar Rudolf von Fischer im Auftrag des Historischen Vereins des Kantons Bern herausgegeben. Er schrieb im Nachwort des vierten Bandes dazu Folgendes:
„Unmittelbar nach dem Hinschied Richard Fellers am 20. September 1958 erhob sich die Frage, ob es dem Verstorbenen vergönnt gewesen sei, sein Werk, die Geschichte Berns, zum Abschluss zu bringen. Man wusste, dass er in unermüdlicher Tatkraft seinem schweren Leiden Stunde um Stunde der Arbeit abgetrotzt hatte, um es mit eigener Hand zu vollenden. Ganz hat er sein Ziel nicht erreichen dürfen. Doch lagen von den geplanten 27 Kapiteln deren 24 im Nachlass druckfertig bearbeitet vor und den letzten drei fehlte eigentlich nur noch die endgültig straffende Formung, die ihnen allerdings eine andere Hand, auch bei gutem Willen, nicht geben kann.
Der Historische Verein des Kantons Bern, der die drei ersten Bände der Geschichte Berns herausgegeben hatte, übernahm es, die Herausgabe auch dieses letzten Bandes zu sichern. Mit der Überprüfung und textlichen Bereinigung des hinterlassenen Manuskriptes betraute der Vorstand, im Einverständnis mit Frau Professor Feller, den bernischen Staatsarchivar. “