„Es gibt für einen Gesetzgeber kein würdigeres Geschäft,
als Sorge für die Erziehung der Jugend.“
(Friedrich der Große)
Die Medienbilder, welche von Jugendlichen projiziert werden, kennen wir alle: Am Handy herumtippend, Zigaretten qualmend, ein lethargischer Blick, bleiche Gesichter, kein „Bock“ auf irgendetwas, stilistisch gekleidet wie Figuren aus der Kinoserie „Star Wars“… Man könnte es endlos weiterführen. Jeder kennt die Bilder selber.
Entspricht das Bild aber tatsächlich der Realität? Teilweise und sogar oft muss man leider sagen: JA! Nur wo liegen die Ursachen dieses Problems? Es ist leicht zu sagen, die Jugend von heute ist nicht mehr zu gebrauchen. Die Jugend eines Volkes ist immer das Abbild der Gesellschaft, sprich, sie übernimmt das Verhalten und die Art zu leben der älteren Generationen, die eine Vorbildfunktion hat bzw. hätte, und gibt diese zum „Besten“. Auch wenn die Jugend heutzutage angeblich auf die ältere Generation pfeift, so orientiert sie sich insgeheim doch oft an ihrem Tun und Handeln in vielen Bereichen des Lebens. Der ehemalige Navy-Seal Mark Divine hat es so formuliert:
„…Da die Gesellschaft und das Bildungswesen zentralen Werten wie Ehre, Mut und Engagement keinen hohen Stellenwert mehr einräumen, fehlt die Grundlage für die Charakterentwicklung…“ 1
Eine Gesellschaft, die kaum noch Wertvorstellungen hat und ihr Leben mit sinnloser „Beschäftigung“ und oft nutzloser „Arbeit“ verspielt, hat keine Vorbildfunktion mehr. Der Jugend fehlt es an Vorbildern, Rückhalt, sinnvoller Beschäftigung, Mythen und Heimatverbundenheit.
„Jede Jugendgeneration spiegelt noch am unbestechlichsten den bestimmenden Trend des jeweiligen Zeitgeistes wider. Sie registriert in ihrem Lebensstil alle Aufstiegs- und Abstiegstendenzen einer Epoche mit seismographischer Genauigkeit.“2
Die Schule und das Handwerk sind die Grundlage und Basis für die erste Entwicklungsstufe zu einer positiven Charakterentwicklung, sinnvoller Beschäftigung und auch körperlicher Entwicklung. Hier kommt der Grundgedanke Körper und Geist das erste Mal zusammen.
Genau an diesem Punkt ist die nationalrevolutionäre Bewegung gefragt: Die Jugend darf auf keinen Fall aufgegeben werden. Wir, die ältere Generation, haben auch unsere Möglichkeiten und Gelegenheiten erhalten, uns zu bewähren und unsere Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit an der Sache unter Beweis zu stellen. Werte wie Anstand, Fleiß, Pünktlichkeit, Disziplin, Ehrlichkeit und einen aufrechten Gang kann nur noch in Teilen der Arbeitswelt und in der nationalrevolutionären Bewegung beigebracht und erlernt werden. Selbst die Armee und die Universitäten haben hier in weiten Teilen auch nicht mehr sehr viel zu bieten. Obwohl diese eigentlich die Schmieden des Menschen für den zukünftigen Lebensweg wären.
„Die europäische Jugend hat neue Kathedralen zu bauen und ein neues Reich zu schaffen!“3
Die Jugend muss von uns instruiert, ausgebildet und geführt werden. Dominique Venner hat treffend beschrieben, was passiert, wenn die Leute nicht instruiert, ausgebildet und geführt werden:
„Die Nationalen, die die Disziplin der anderen so bewundern, sind im eigenen Verhalten echte Anarchisten. Nicht imstande, ihren Platz im Kampf zu finden und sich einzuordnen, lieben sie die chaotische Aktion. Ihre Eitelkeit läßt sie Einzelaktionen durchführen, die ihr eigentlicher Auftrag ihnen verbietet. Sie ignorieren die Vorgaben und niemand kann vorhersagen, wohin sie ihre Fantasie führen wird. Sie folgen der Strenge des Bandenführers und gedeihen in kleinen Clans. Das Fehlen einer gemeinsamen Weltanschauung vergrößert ihre Zersplitterung noch und verhindert ihre Vereinigung.“4
Die ältere Generation von uns ist gefordert – wir stehen in der Pflicht! Die Jugend darf nicht aufgeben oder sich selbst überlassen werden. Wir müssen uns mit jungen Menschen umgeben, reichen wir Ihnen die Hand und führen sie mit uns. Sie wird eine Bereicherung sein und sorgt dafür, dass wir älteren, durch ihre Präsenz, nicht „vergreisen“!
„Jung sein heißt glauben können und für das Geglaubte einstehen. Die Jugend war zu allen Zeiten revolutionär und im besten Sinne «radikal». Immer waren Vorrecht, der Jugend ihr Idealismus, ihre Hingabe an einen Dienst, ihre Opferbereitschaft, ihre Unbeirrbarkeit. Geschichtliche Beispiele der Präge- und Durchschlagskraft einer Jugend, die sich ihres Eigenwertes und ihrer Aufgabe bewußt ist, sollten nicht vergessen werden… Im europäischen und besonders im deutschen Sinne bedeutete Jugend immer Aufbruch in Neuland.“6
1 Mark Divine, Der Weg des Seal, Riva Verlag, München 2022 (7. Auflage), S. 21
2 Gustav Sichelschmidt, NATION EUROPA, Heft 9, Coburg 1987, S. 5
3 Dominique Venner, Für eine positive Kritik, Jungeuropa Verlag, Dresden 2017, S. 50
4 Dominique Venner, Für eine positive Kritik, Jungeuropa Verlag, Dresden 2017, S. 30
6 Hartmut Nöck in, Nation Europa Heft 1, Januar 1964, Coburg 1964, S. 5