Manchmal kann es nicht schaden, sich einmal wieder mit der Realität zu konfrontieren! Diese gibt es auch außerhalb von Telegram! Gesagt, getan. Vor mehr als einer Woche, es war der Dienstagmorgen, war ich mit meiner Tochter in der Stadt Bern (Schweiz) unterwegs. Es ist ihr erster – sie ist dreizehn – Einkaufsbummeltag in einer Großstadt. Draußen ist es kalt und in den Geschäften brütend heiß Als Vater will man ja nicht immer ein Spielverderber sein. So gehen wir auf ihren Wunsch hin und nach ihrer Auswahl von einem Geschäft zum anderen. Für mich persönlich gibt es da nichts zu sehen, geschweige denn noch etwas zu kaufen. Also stehe ich da bei den jeweiligen Eingängen zu den Läden „wie bestellt und nicht abgeholt“ herum. Zum Glück sind die Aufenthalte in diesen „Saftläden“ von kurzer Dauer. Die Tochter kommt völlig ernüchtert zurück: „Hier gibt es ja nichts Besonderes und teuer sind die Sachen auch.“ Wie schon erwähnt: Sie ist dreizehn. Gleichzeitig stehen Erwachsene an der Kasse und kaufen körbeweise von dem „Schnickschnack“.
Wir spazieren weiter durch die Gassen der Stadt. Einige „Queer-Typen“ kommen einem schon am Morgen entgegen. Ich dachte immer, die gehen nur nachts raus, wenn sie niemand sieht. Auf jeden Fall scheint das „Phänomen“ bei uns auch immer mehr Nachahmer zu finden. Auf die multikulturellen „Begegnungen“ gehen wir hier nicht ein, es gehört zum „normalen“ Bild einer Großstadt.
Die Stadt sieht, nach meinem Eindruck, immer heruntergekommener aus. Ich mache diese Feststellung nicht anhand der zahllosen Migranten oder was auch immer fest, sondern an der Tatsache, dass viel Müll herumliegt. Jeder freie Fleck ist besprüht oder es sind irgendwelche idiotischen Fußball- sowie „Zecken“-Aufkleber angebracht. Überall Baustellen, herrenlose Fahrräder, teilweise stinkt es in den Seitengassen nach Urin und natürlich auch viele leerstehende Geschäfte. Man bekommt fast den Eindruck, dass die Stadtreinigung von äußerer Wahrnehmung her ein wenig kapituliert hat und nur noch die nötigsten Arbeiten verrichtet.
Wir gehen weiter und besuchen noch zwei große Buchhandlungen. Hier bietet sich mir bzw. uns ein Bild, welches mich nachdenklich stimmt. Wie schon erwähnt: Es war Dienstagmorgen. Als Erstes ist mir aufgefallen, dass es, obwohl die beiden Buchhandlungen nah aneinanderliegen, doch viele Leute darin hatte. Eigentlich sollte man ja darüber erfreut sein, dass die Menschen lesen. Es war nicht diese Beobachtung, die mich nachdenklich stimmte, sondern dass nach dem Aussehen nach die meisten dort drin wohl eher Linke sind. Dies gilt auch für die Mitarbeiter in den jeweiligen Buchhandlungen. Typische „Zecken“ waren es nicht, einfach Mainstream-Linke von heute, wenn nicht sogar „Antifas“. Ich stelle mir die Frage: Warum haben wir in der Schweiz eigentlich keine Buchhandlung für Patrioten oder Nationalisten? In einer Stadt wie Bern ein Projekt der Unmöglichkeit! Die Lebensdauer dafür wäre wohl maximal drei Monate. Nicht nur wegen dem Antifa-Aufschrei und den Behörden, auch wegen der ausbleibenden Kundschaft. Die „Rechten“ in der Schweiz lesen zunehmend weniger! Und diejenigen Nationalisten, die noch lesen, die können die Bücher in Deutschland oder wo auch immer bestellen. Für den kleinen Haufen braucht es keine „Nationale Buchhandlung“.
Kurz nach dem Mittag hat die Tochter genug – zum Glück! Wir gehen, ohne große Einkäufe, zurück zum Auto und fahren noch in die „Bückerbrocky“ auf der anderen Stadtseite. Beim Eingang zur „Brocky“ klebt seit Neuestem auch eine kleine Regenbogenflagge an der Tür. Na gut, mal sehen, was es heute da so gibt. Nach etwa einer halben Stunde sind wir durch. Wir beide haben unsere Hände voll mit Büchern. Die Tochter kauft typische Mädchenliteratur: „Die Drei!!!“, eine Mädchenversion von „Die drei???“. Ich: eine Biographie über Karl Marx, ein Buch über die Schweizer Neutralitätspolitik im Mittelalter, ein kleines Heft über den Sozialismus und zu meiner großen Freude JOACHIM FERNAU: „Sprechen wir über Preußen“. Ich bin zwar schon im Besitz des Hörbuches, aber eine gedruckte Ausgabe muss ich auch haben!
„Papi“ bezahlt an der Kasse und wir fahren wieder nach Hause. Auf der Heimfahrt versinke ich kurz in meinen Gedanken. Die Linken und vor allem die Grünen haben bei den letzten Nationalratswahlen an Stimmen verloren. Die kulturelle Hegemonie haben sie aber weiterhin fest im Griff und dies wird sich so bald nicht ändern.